Die psychologische Definition der dunklen Triade sagt aus, dass sich drei Persönlichkeitsmerkmale vereinen, Narzissmus, Machiavellismus und eine subklinische (also keine klinische Psychopathie, sondern eine „alltagstaugliche“) Psychopathie, die alle für sich als sozial unerwünscht gelten je nach Sichtweise. Diese Merkmale spielen zusammen in der dunklen Triade. Die einzelnen Ausprägungen an sich sind nicht ungewöhnlich und treten bei jedem auf und sind unterschiedlich stark ausgeprägt. Sie sind in jeder Schicht vorhanden und werden einzeln gesehen nicht als problematisch eingestuft.
Im Zusammenspiel jedoch gelten sie, je nach Sichtweise, als sozial problematisch sofern sie zu stark ausgeprägt sind und zu einem Verhalten führen, das die eigenen Interessen über und auf Kosten von anderen stellt.
Die dunkle Triade ist keine klinisch anerkannte psychologische Störung sondern ein Verhaltensmuster das sich ausprägen und/oder erlernt werden kann. Je nachdem wie stark sie ausgeprägt ist, können die einzelnen Merkmale als klinische Störung eingestuft werden, jedoch gelten sie nicht als behandlungsbedürftig.
In der Kriminologie und der Psychologie wird sie untersucht um Rückschlüsse auf verschiedene Verhaltensweisen aber auch die Auswirkung auf die Anziehung zwischen den Geschlechtern betrachtet.
In der Wirtschaft ist die dunkle Triade vor allem im Führungskräftebereich zu beobachten, dort wird sie zum einen gleichgesetzt mit Führungsqualitäten aber auch mit einem unangenehmen bis hin zu einem nicht tragbarem Arbeitsklima und auch Mobbing durch die Führungskräfte sowie anderen Angestellten sofern sie die „Rückendeckung“ Ihrer Vorgesetzten haben oder ebenfalls mehr oder weniger stark in der dunklen Triade anzusiedeln sind.
Die unterschiedlichen Verhaltensweisen der einzelnenn Aspekte lassen sich grob zusammengefasst wie folgt darstellen.
Ein Narzisst „leidet“ an einem übersteigerten Gefühl der eigenen Wichtigkeit sowie einem tiefen Bedürfnis nach Bewunderung aber mangelndem Einfühlungsvermögen. Wenn nun noch Anspruchsdenken, das Nutzen anderer für die eigenen Ziele sowie Neid, Arroganz und Phantasien von Macht, Erfolg, Schönheit oder idealisierter Liebe.
Der Machiavellist hingegen manipuliert seine direkte Umgebung, hat eine zynische Sicht auf seine Mitmenschen, deren Moral und Beziehungen. Zudem liegt sein Fokus auf dem persönlichen Gewinn und der eigenen Macht. Dies kombiniert mit einer emotionalen Kälte einem strategischen Denken und einer moralischen Flexibilität sind die typischen Kennzeichen eines Machiavellisten.
Die subklinische Psychopathie zeichnet sich durch eine emotionale Kälte und mangelnde Empathie, Impulsivität gehört genauso zu den Wesenszügen einer subklinischen Psychopathie genauso wie Manipulation und Ausbeutung, sie können aber auch charmant und durchsetzungsstark sein.
Alle drei Verhaltensmuster zeigen parallelen auf im Bereich der emotionalen Kälte, mangelnder Empathie und der Manipulation welche einzelne nicht auffällig sind, sich aber in Kombination zur dunklen Triade entwickeln, die, sofern man sie im Zaum halt, nicht tragisch ist jedoch gut genutzt und mit Sinn und Verstand angewandt durchaus als Mittel zum Zweck genutzt werden kann aber auch schnell den Weg in die Black Pill sein kann. Daher ist die Verwendung der dunklen Triade nicht zu empfehlen wenn man ich nicht tiefergehend mit der eigenen Persönlichkeit beschäftigt hat.
Ergänzungen und/oder Verbesserungen sind gerne gesehen.
Die dunkle Triade - Dark Triad
Moderator: M.C.
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